Rednertimer
Referenten überziehen. Das ist selten Nachlässigkeit — wer vorne steht, hat Besseres zu tun, als auf die Uhr zu sehen. Nur fehlt die Zeit hinterher im Programm trotzdem, und aufholen lässt sie sich nicht.
Der Rednertimer ist eine Eigenentwicklung von EAM. Der Referent sieht auf einem Monitor am Bühnenrand einen großen Countdown, dessen Hintergrund von Grün über Gelb nach Rot wechselt und bei Überzeit dunkelrot pulsiert. Die Schwellen dafür sind einstellbar, weil zehn Minuten Restzeit bei einem Fünfzehn-Minuten-Slot etwas anderes bedeuten als bei einem Hauptvortrag.
Daneben steht die Uhrzeit. Das ist der zweite Wert, den jemand am Pult braucht: nicht nur, wie lange er noch hat, sondern auch, wie spät es ist — ohne zum Handy zu greifen, während der Saal zusieht.
Gesteuert wird aus der Regie, im Browser: starten, anhalten, während des Vortrags Zeit in Minutenschritten nachlegen, Rednername und Titel setzen. Dazu ein Feld für Textmeldungen, die auf dem Monitor erscheinen. Die häufigen sind hinterlegt und mit einem Klick draußen — „Bitte zum Ende kommen”, „Noch 2 Minuten”, „Fragen bitte kürzer halten”, „Mikrofon weiter halten”. Wer während eines laufenden Vortrags erst einen Satz tippen muss, kommt zu spät. Der Saal sieht von alldem nichts.
Warum nicht der Tischtimer
Ein Tischtimer steht dort, wo er steht, und bedient wird er von dem, der davorsitzt. Genau darin liegt das Problem: Die Regie sieht als Erste, dass der Zeitplan kippt, kann aber nichts tun, ohne die Veranstaltung zu unterbrechen. Beim Rednertimer liegt die Steuerung dort, wo die Übersicht liegt.
Was Sie dafür brauchen
Nichts, was installiert werden müsste. Die Anzeige läuft in jedem Browser — auf einem vorhandenen Monitor, einem Laptop oder einem vorbereiteten Raspberry Pi, der beim Einschalten von selbst die richtige Seite zeigt.
Mehrere Anzeigen gleichzeitig sind möglich und der Regelfall: eine am Bühnenrand für den Referenten, eine in der Regie zum Mitlesen, auf Wunsch eine im Foyer. Alle zeigen dasselbe, ohne merkliche Verzögerung.
Wo er läuft
Auf eigener Infrastruktur, in einem Container auf dem Server von EAM.IT — nicht bei einem Anbieter, dessen Geschäftsmodell die Daten seiner Nutzer sind. Was eingegeben wird, sind ohnehin nur Namen und Vortragstitel, aber der Betrieb im eigenen Haus ist der Grund, warum sich das überhaupt sagen lässt.
Die Anwendung ist über mehrere Fassungen gewachsen und steht inzwischen bei Version 5.
Passt das zu Ihrer Veranstaltung?
Datum, Raum und der Ablauf genügen für eine erste Einschätzung — vor allem, wie eng das Programm getaktet ist und ob am Bühnenrand ein Monitor stehen kann. Beides klärt sich in wenigen Sätzen.